Mittwoch, April 21, 2010

Zeltmission

In einem Tal sind komische Zeltgänge aufgebaut. Ein ganzes Dorf voller Zelte, die miteinander verbunden sind, angeordnet wie ein Labyrinth. Am Rand des Zeltdorfes führt ein einzelner Gang an einer Felswand entlang auf einem kleinen Pfad aufwärts. Die Felswand umgibt zwei Seiten des Areals. Kurz vor Ende der zweiten Seite endet der schmale Zeltgang in einer Öffnung. Wir sehen gerade noch, wie ein junger Mann gehetzt von außen auf den Eingang zu läuft. Wo er herkommt ist unklar. Das Große folgt ihm. Deswegen rennt er mit übermenschlichem Tempo.
Als er das Zelt erreicht, stolpert er kurz, fängt sich wieder, weiter. Im gedämpften Licht der Plane wirkt alles weiter weg. Das Große wird unwirklich, die Bewegungen langsamer. Die Geschwindigkeit wird nur noch durch das Gefälle aufrecht erhalten. Als der Mann unten ankommt, findet er sogar Zeit, sich zu orientieren und läuft in den rechten Gang. Bauchentscheidung. Hier unten gibt es viel mehr Abzweigungen als auf dem Bergpfad. Und mehr Menschen. Schon schiebt er sich an einer Familie vorbei, offensichtlich Patchwork. Herumliegende Bierzeltgarnituren. Ist das Grasboden? Gelegentlich vermischt mit Kies. Auch Sägespäne. Das Große scheint weit weg, als der Mann schließlich eine Öffnung erreicht. Locker schlendert er nach draußen, springt über einen Poller in die Fußgängerzone und hat alles vergessen.