Sonntag, März 14, 2010

Vom Geschmack

Dann hab ich erstmal 'You can't always get what you want' auf Dauerschleife gesetzt, weil mein Ginger Ale schon leer war. Das war allerdings nicht der Grund. Jetzt hab ich noch Mineralwasser, aber das ist nicht süß. Noch nicht mal herb. Dabei mag ich's gerade so: süß mit einer Prise herb. Hauptsächlich süß - aber das liegt im...Auge des, nunja, Betrachters. Wie komm ich jetzt auf meine Metapher zurück? Geschmack. Der Name Ginger Ale trifft die besondere Note nicht ganz, aber er ist auch nicht ganz falsch. Geschmack kann man eh nicht wirklich beschreiben. Aber wenn man es mit eigenen Augen sieht...trinkt, wenn man es trinkt, so richtig die Kehle runter laufen lässt, weiß man Bescheid. Statt zu trinken kann man mit Ginger Ale auch sein Gesicht einschmieren. Das klebt aber unangenehm. Besser die Flasche geschlossen lassen und auf ein Podest stellen. Ich sage besser und meine sauberer, denke dies und fühle das. Hier und jetzt und schwarz gekleidet...eingetütet. Nach dem Einkaufen. Ganz frisch mit Kohlensäure. Manchmal bekommt sie mir, manchmal nicht. Aber es schmeckt nun mal. Eine Wohltat für's Auge...Herz... Geschmacksnerven? Das war jetzt wieder knapp. Gerade noch die Kurve gekriegt. Wenn die Verkehrsführung nur nicht so unübersichtlich wäre. Man fährt auf der linken Spur, weil die rechte Spur nach hundert Metern nach rechts abgeht. Dann will im letzten Moment ein Auto rüberziehn, weil der Fahrer erst jetzt erkannt hat, dass die Spur abbiegt. Und schon beginnt ein kurzer, aber intensiver Interessenkonflikt um den Platz auf der linken Spur zwischen ihm und mir. Eine offene Flasche Ginger Ale würde jetzt zum Problem werden. Geschlossen rollt sie vielleicht ein bisschen über den Boden, baut Druck auf, aber alles ist im Lot.
Dann fahr ich sie zum Geschäft zurück und schau ihr hinterher...schmecke...nein, jetzt bin ich übervorsichtig. Ich lasse das Schauen so stehen. Schaue also hinterher und fahre nach hause. You can't always get what you want.