Schon mal da gewesen, recyclet und auf dem dritten Bildungsweg wieder in die Gesellschaft entlassen. Der Abklatsch eines Abklatsches läuft über die Straße und freut sich an der Welt. Es scheint ihm alles so lebendig. Dem, der den Kulturbetrieb nur aus dritter Hand, durchgespült und als Top-Ten-Liste vermarktet kennt, ist die externe plattengefüllte Musikarchivmentalität - ja klar, hab ich auch 'n Album von, die klingen wie Nickelback, sagt last.fm - ein Quell der Jugend, kreatives Eigengesülz par exzellenz [sic]. doch Klartest: Gäbe es ein Wort wie Exsulzenz, ich würde es verwenden. Wenn mir meine Wortfindungsstörung nicht stattdessen ein Dings dingsen würde. Schon damals, als die Schlümpfe noch schlumpften, maß sich Neues nicht nur an Inhalten, sondern auch an Formen, Fmeorn, noFrem. Wie soll in einer Gesellschaft des Durchschnitts irgendjemandem irgendetwas auffallen? Alle Formen sind aufgelöst, das zusammenbringende Moment ist die Statistik geworden. Google vervollständigt mich noch bevor ich es selbst tun kann.
Was schreibe ich
Ist das nicht
Google macht
Ja, auch mir macht es Angst, wenn eine Hobelbank auf der Weihnachtskarte abgebildet ist. Aber zeigt das nicht, wie sehr die automatische Vervollständigung meine Gedanken infiltriert? tirilienft hab ich gesagt, denn alles ist egal. Oder frierniltit. Eine Einzelbuchstabenstatistik macht da keinen Unterschied. Denn als String sind wir alle gleich.
Schöne neue
Und da ist es wieder! Warum sollte ich "schöne neue welt lyrics" schreiben wollen? Oder denken. Ich tu es jetzt aus Trotz nicht.
Doch ich tu es. Ich hab es schon getan. Diktat der Sinneseindrücke kann man das nennen. Denn die nächste unerwartete Assoziation kommt bestimmt. Und dann will sie erforscht werden. Und es hört nie auf. Links. Ich mach das jetzt nicht mehr mit.
Bis morgen.
Bin off
Mittwoch, März 24, 2010
Imitatimitat
Eingestellt von Tino Lingenberg um 21:43
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2 Kommentare:
Sehr treffend analysiert und auch pauschal anwendbar, was auch dein Prinzip der einheitsgrauen Masse verdeutlicht und beweist. Regiert nicht schon längst die Maschine den Menschen? Und doch wehrt sich keiner. Keiner will es, keiner wird es. Und im nächsten Moment ist es schon wieder vergessen; das Denken sollte man ganz den Rechnern überlassen, die sind schließlich auch dafür zusammengelötet und -gesteckt und programmiert. Und auch ich werde nicht Widerstand leisten, werde mich morgen oder (vielleicht auch, wenn ich da wirklich keine Zeit habe) an einem beliebigen anderen Tag wieder vor den Bildschirm setzen und mir mein Verhalten diktieren lassen. Links, Wikipedia, YouTube, ich brauche mehr! Hatte ich nicht eigentlich doch etwas ganz anderes vor? Naja, dieses eine Video noch. Was meint dieses Wort eigentlich *leo* ah, hm. Das erinnert mich an *Youtube-> Lied anmachen* haaach. Oh, davon gibt es auch eine andere Version von... wer ist denn das? Mal auf Last.fm nachschauen, aha, aha. Ahja, dieser Künstler ist also so ähnlich wie... oh, auch gerade nochmal reinhören. Hm, nochmal eben E-Mails checken; ach, schon wieder drei neue - oh, neue Nachricht auf Facebook, Freundschaftsanfrage im Svz, irgendjemand meint mich zu kennen in wkw. *facebook einloggen* Was macht eigentlich... achja. Na, den fordere ich doch gleich mal zu einer Partie... oh, ich werde angeschrieben. Und da ploppt auch schon ICQ auf... mäh, eigentlich könnte ich gerade nochmal auf deviantArt nachschauen, ob ich da auch neue Nachrichten habe, da bekommt man ja keine E-Mails. Hm, nein. Aber bei den "most viewed" sind ja schon ein paar nette dabei - mal in HighRes anschauen. Oh, da ist aber ne coole DD drunter *draufklick* Ah, der hat auch noch eine interessante Galerie.. uuh -- Und swuuuuusch, ist der Tag rum. Schlafenszeit. Und die unerledigten Aufgaben? (http://www.dhmd.de/neu/fileadmin/user_upload/uploads/RTEmagicC_R3_5.jpg.jpg) ...ein ander Mal.
MfG
Mo.
sehr schön ausgedrückt, mo!
genau so sieht's aus
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