Samstag, März 27, 2010

Drei Punkte

Man stelle sich vor: zwei Familien treffen aufeinander.
Die eine hört nichts. Wirklich gar nichts. Eine ganze Generation stocktaub. Und geschieden. Dorfkneipenbesitzer.
Die andere hört Gott. Pietistisch, fromm. Mit einem depressiven Stammherren.
Beide Familien treffen aufeinander.
Es wächst zusammen was nicht zusammen gehört. Grundverschiedene Anlagen und Charakterzüge werden in einen Topf geworfen. Sie sind jetzt verbunden und sind doch so weit auseinander. Die fromme will die andere erretten. Holt sie aus der Kneipe, will ihr aus ihrer Wortlosigkeit helfen und ist doch selbst vom Leben verbittert.
Aber die Verbindung wird bis zum letzten Schritt vollzogen und in einem Punkt gebündelt. Nein, eigentlich in drei Punkten.
Und in denen geht der Konflikt weiter. Intern. Wie vereint man zwei Seiten, die sich gegenseitig nur frustrieren? Die Frage bleibt noch offen.